Nächt’ge Glocken

1892

Nächt’ge Glocken hör ich tönen,
Weinend fahr‘ ich in die Höh‘,
Dunkler Träume schweres Sehnen
Schickt empor zu hellem Weh.

Und ihr könnt’s ja nie versöhnen,
Weil ich tiefen Leid’s vergeh‘
Und das reine Glück des Schönen
Rettungslos sich trüben seh‘.

Aus meinem Liederbuch, München 1892, S. 17.